D- Wurf von Bonambra

21.4.2020: Bellis ist heute von Trüffel vom Eigenthal gedeckt worden, einem gesunden, äusserst liebenswerten Rauhaardackelrüden und geführten Jagdhund, der mit seinem Vater und vier Hündinnen im Rudel lebt. 

23.6.2020: Wir freuen uns, dass Bellis heute 4 Welpen das Leben geschenkt hat: Es sind 2 Hündinnen (312 gr./268gr.) und 2 Rüden (312 gr./304 gr.). Ein Rüde ist braun, die anderen Welpen sind sau- und dunkelsaufarben.

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Die Woche des Abschiednehmens. Es war eine sehr schöne und interessante Zeit mit diesem ausgeglichenen, unkomplizierten und gesunden Wurf. Die Welpen im kleinen Rudel aufzuziehen mit 2 erwachsenen Dackeln war eine grosse Bereicherung. Camill hat ab der 5.Woche als Halbschwester liebevoll mitgemacht. Abschied nehmen ist immer schwierig und viele Leute sagen, dass sie deswegen keine Welpen aufziehen könnten. Aber mit 10 Wochen ist zu beobachten, dass die kleinen Dackel immer lebendiger werden und dass es dann Zeit wird, sich einzeln um sie zu kümmern. Es ist mit einem Kind zu vergleichen, dass zu gegebener Zeit natürlicherweise seinen Horizont in der Schule und mit anderen Menschen ausserhalb der Familie erweitert. Bei den Welpen ist dann wichtig, dass sie an einen sehr guten Lebensplatz kommen, wo sie geliebt und gefördert werden. Diese Plätze auszuwählen ist eine zentrale Aufgabe des Züchters. Das Leuchten in den Augen der neuen Besitzer zu sehen und an der weiteren Entwicklung immer mal wieder teilhaben zu können, erfüllt wiederum uns mit grosser Freude. Und wenn es Sorgen gibt, die (wie wir alle wissen) auch zum Leben gehören, stehen wir gerne unterstützend zur Seite. Allen Familien vielen herzlichen Dank für die grosse Anteilnahme während der Aufzucht des Wurfes und für das entgegengebrachte Vertrauen. Macht's gut, Djala, Duschka, Dirak und Dijon- passt auf euch und eure Familien auf... 

Die Welt wird grösser: Andere Hunde kennenlernen, an der Leine laufen, im Velokorb sitzen und fahren, Besuch im Kindergarten, das Aussengehäge wird mit dem Teil Beerensträucher und Bäume erweitert, länger im Regen sein und in der Box schlafen, nochmals Auto fahren, neues Material in der blauen Tonne.

Das Impfen, Chippen, die Blutstropfenentnahme für die Generfassung und der Gesundheitscheck verlaufen gut. Auch die damit verbundene stündige Autofahrt. Der Labradorwelpe Lou besucht uns. Ich mache mit jedem Welpen im Rucksack  eine Runde durchs Quartier...wir treffen Hühner, Hunde, Autos und neue Gerüche. Es ist interessant zu beobachten, wie sich Bellis mit ihren Kindern beschäftigt und sie sich einzeln rauspickt, um dies und das zu üben. Das Haus wird rundum erkundet, laufen auf Kies und Schachtgitter erprobt. Und immer wieder wildes Spiel draussen im Auslauf.

Diese Woche haben wir sehr viel Besuch von den zukünftigen Welpenbesitzern, von Freuden und auch die Zuchtstättenkontrolle findet statt. Die Welpen spielen draussen bei schönem Sommerwetter. Ist es mal regenerisch, sind wir auch immer wieder an der frischen Luft und drinnen finden zum Beispiel Schnüffelspiele statt. Ich staune, wie viel und wie schnell die Welpen lernen. Die Kleinen fahren zum ersten Mal 15 Min. Auto ohne Probleme. Ohren putzen, die Zähne anschauen, Krallen schneiden findet regelmässig statt. 

Die Welpen bekommen in ihrem Innengehäge im Wohnzimmer alle Alltagsgeräusche mit und ab und zu spiele ich auch eine Geräusche-CD ab. Sie sind natürlich jeden Tag möglichst viel draussen und erleben auch Regen, Gewitter und Nacht. Das Aussengehäge wird immer wieder mit neuen Elementen gestaltet, die Welpen sind neugierig und probieren aus. Ihr Spiel ist manchmal sehr wild, danach fallen sie buchstäblich alle zusammen um und schlafen. Nun kommt öfters Besuch...Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Art. Immer wieder duldet Bellis das Säugen, sie knurrt die Kleinen aber auch an, wenn es ihr zuviel wird und sie gar zu stürmisch sind. Es ist sehr interessant zu beobachten, wie sich Bellis und Camill mit den Welpen abgeben.

Die Zeit vergeht im Fluge. Es wird an allem rumgeknabbert. Gutes natürliches Kauspielzeug, wie Holz, das nicht sprieselt, Hirschhorn, Leder, Rinderhaut sind sehr wichtig. Dies kann dem Welpen immer als Alternative angeboten werden, wenn er natürlicherweise und aus Neugier alles anknabbern will. Auch die Beissdosierung und -hemmung wird im Umgang miteinander und am Material geübt. Die Welpen erkunden interessiert die kleinen Spielgeräte und sind oft am Raufen. Der 1.Augustlärm stört sie gar nicht. Als beruhigende Alternative lernen sie auch Mozarts Klavierkonzert kennen ;-).

Das Innengehege wird ganz aufgemacht und wann immer möglich sind die Welpen draussen. Camill darf ab Mitte Woche endlich auch ausgiebig Kontakt aufnehmen zu den Welpen. Sie geniesst es und ist ihrer Mutter eine tolle Hilfe. Die Kleinen kommen nun gezielt auf uns zu und bekunden ihre Freude mit Schwanzwedeln.  

Umzug ins Wohnzimmer. Die Welpen lernen innerhalb von 2 Tagen die kleine Rampe rauf - und runterkrabbeln. Es geschieht motorisch und verhaltensbezogen Vieles: Jeden Tag wird das Laufen sicherer. Die Welpen beginnen zu spielen, raufen, knurren und bellen. Sie fangen an sich interessiert mit den Spielsachen zu beschäftigen. Dann kuscheln sie wieder zusammen und schlafen. Camill darf nun auch mal an den Kleinen schnuppern. Die übrige Zeit beobachtet sie sie gebannt von aussen. Die Welpen bekommen dreimal am Tag etwas Welpenbrei zugefüttert und am Abend püriertes Pouletfleisch, Rindsgehacktes oder Rinderherz mit einigen Tropfen Öl. 

Die Wurfkiste wird in der 3. Woche mit der Unterseite der grossen Hundebox erweitert. Duschka, die kleinste Hündin erobert neuen Raum immer zuerst ;-)! Die Welpen sehen und hören Nichts, wenn sie auf die Welt kommen. Es ist zu beobachten, dass sich die Ohrmuscheln anatomisch langsam öffnen. Ende 3. Woche beobachte ich, wie die Kleinen mehr und mehr auf mein Schnalzen reagieren. Sie entdecken sich und die anderen, erkunden sie mit ihrem Mäulchen. Die Kopfkontrolle verbessert sich und das Aufstemmen auf die Vorderbeinen beginnt. Am 19. Tag beginnt das Zufüttern mit fester Nahrung in Form von je 10 gr Rindstartar. Und es wird natürlich viel geschlafen... Ich filme den Wurf und die einzelnen Welpen durch die ganze Welpenzeit 2x pro Woche. Wir leisten einen Beitrag zur Doktorarbeit einer Tierärztin, die zur  "Persönlichkeitsentwicklung im Welpenalter" forscht. Der gute Nebeneffekt ist, dass ich beim Filmen sehr fokussiert und genau schaue und interessante Kleinigkeiten beobachten kann.

Die Welpen legen wacker an Gewicht zu. Halbschwester Camill ist sehr interessiert am Geschehen, aber Bellis lässt sie noch nicht frei zu den Welpen. Sie duldet, dass wir Camill auf dem Arm halten und ihr die Situation aus der Vogelperspektive zeigen ;-) Bellis hält bestens Ordnung in der Wurfkiste, frisst die Ausscheidungen so lange, wie die Welpen nur ihre Milch trinken. Wir sind jedesmal am Staunen, wie alles sinnvoll von Natur aus "eingerichtet" ist. Die Welpen können die ersten 2-3 Wochen auch ihre Temperatur noch nicht selber regulieren. Das dient dazu, dass sie bei der Mutter oder der Wärmequelle bleiben und sich nicht irgendwo robbend in eine gefährliche Zone bewegen. Am 13./14. Tag öffnen alle die Augen. Und am Ende der ersten 2 Wochen ist schon das erste Entwurmen angesagt.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...das hat schon Hermann Hesse beschrieben...langes Sitzen und Staunen vor der Wurfkiste. Es ist ruhig, die Augen und Ohren der Welpen sind noch geschlossen. Aber die Milchquellen finden die Kleinen immer zielstrebig. Sie haben ihr Gewicht in der ersten Woche verdoppelt. Einmal war schon Krallen schneiden angesagt. Bellis ist ein wunderbares Mami, das die Welpen säugt und leckt, damit die Verdauung funktioniert und gewachsen werden kann.

Djala-Wilma wird ein Teil der 5-köpfigen Familie Faske aus Birmensdorf. Sie wird das Familienleben bereichern und soll zur Jagdhündin ausgebildet werden. Sie wird auch immer wieder mit ihrer Familie nach Norwegen reisen können und oft in den Bergen unterwegs sein.

Duschka-Flora zieht an den Rand von Zürich zur 4-köpfigen Familie Sonnewald. Die Eltern sind mit Hunden aufgewachsen, auch mit einem Rauhaardackel. Die jüngere Tochter Anna wünscht sich seit sie 4 jährig ist einen Hund und auch Laura nahm mit Begeisterung Anteil am Wachsen der Welpen. Wir wünschen euch viele schöne Erlebnisse zuhause, in der näheren Umgebung und während der Reisen mit dem VW-Bus!

Dirak-Amédéo hat seinen Platz bei der Familie Lauber in Beckenried gefunden. Sie befassen sich seit mehr als 2 Jahren intensiv mit dem Gedanken einen Hund-bald war klar, dass es ein Dackel sein muss;-)- bei sich aufzunehmen und sind mit Hunden (auch einem Rauhaadackel) aufgewachsen. Die ganze Verwandtschaft freut sich auf den kleine Welpen! Dirak wird sicher ein schönes und abwechslungsreiches Leben haben...

Dijon-Ylvo hat seinen Lebensplatz bei der Familie Berger in Augst/Basel gefunden. Anja ist mit Rauhaardackeln aufgewachsen und freut sich auf die vielseitige Beschäftigung mit Ylvo. Der Vater ist Jäger und Herrchen des auch braunen Rauhaardackels Elyo, der schon 13 Jahre alt ist. Ylvo hat in ihm schon einen erfahrenen grossen Freund gefunden. Wir sind gespannt, wo euer Weg hinführen wird...sicher ist, dass du ein wunderbares dackelgerechtes Leben haben wirst, Ylvo!